Rassismus gegen Roma – Was ist das?
Ausgrenzung von Roma erfolgt seit Jahrhunderten mit Hilfe negativer Zuschreibungen und Stereotype. Rassismus gegen Roma geschieht durch ausgrenzende, abwertende und ganz und gar willkürliche Zuschreibungen von außen.

Kern der Vorurteile ist also nicht, was Roma tatsächlich tun oder nicht tun, sondern vielmehr das, was andere als typisch für Roma definieren und (meist negativ) bewerten. Beispielhaft für solche Vorurteile sind die oft zu hörenden Aussagen über Roma wie „Roma klauen und sind Sozialschmarotzer“ oder „Roma kommen nur nach Deutschland um zu betteln“. Sinti und Roma werden massiv ausgegrenzt. Die Folgen dieser Ausgrenzung werden ihnen wiederum zum Vorwurf gemacht, was die weitere Aufrechterhaltung der Diskriminierung verfestigt.

Die jahrhundertelange Ausgrenzung zwingt europäische Roma bis heute zum Teil in Lebensumstände, die von Armut und Arbeitslosigkeit geprägt sind, was die Vorurteile vermeintlich bestätigt: ein Teufelskreis. Ähnlich wie die jüdische Bevölkerung wurden Roma im Laufe der Geschichte häufig zu „Sündenböcken“ einer populistischen Politik. Auch heute noch werden sie von Politiker_innen diskriminiert, ausgegrenzt und vertrieben, so z.B. in Rumänen, Italien seit 2008 und Frankreich 2010. In den Medien wird oft negativ und Stereotype verfestigend über sie berichtet.

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Was tut Amnesty?
Text demnächst.
Forderungen von Amnesty International
In dem Apell „Gegen Diskriminierung – Gleichbehandlung für Roma in Europa“ fordert Amnesty International im April 2013 die Europäische Union auf, gegenüber der betroffenen Vertragsstaaten alle verfügbaren Instrumente einzusetzen und gegebenenfalls mittels intensiver Überwachung und der Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens darauf zu dringen, dass die Antirassismus-Richtlinie wirksam für Roma umgesetzt wird.

Amnesty International fordert im Einzelnen,

...dass Roma nicht länger Opfer rechtswidriger Zwangsräumungen werden und in getrennte, isolierte Gebiete umgesiedelt werden. Sie müssen Zugang zu angemessenen Sozialwohnungen erhalten.

...dass Roma gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen Versorgungsleistungen wie Wasser und Elektrizität bekommen.

...dass Roma-Kinder nicht getrennt von anderen Kindern in speziellen Roma-Klassen bzw. Schulen oder Sonderschulen für Kinder mit leichter geistiger Behinderung unterrichtet werden.

...dass Roma auch in anderen Lebensbereichen wie bei der Arbeit, Sozial- und Gesundheitsfürsorge nicht länger diskriminiert werden.

...das staatliche Behörden, einschließlich der Polizei, Übergriffe auf Roma verhindern und bei Gewaltattacken umgehend, vorurteilslos und gründlich ermitteln.