Rassismus gegen geflüchtete Menschen – Was ist das?
Rassismus gegen Flüchtlinge zeigt sich in den unterschiedlichsten Facetten und durch die verschiedensten Akteure:

• Flüchtlinge werden Opfer von Hass alleine aufgrund der Tatsache, weil sie in Deutschland um Asyl bitten mussten. Ihre Unterkünfte werden mit rassistischen Parolen beschmiert oder sogar niedergebrannt. 1005 Mal sind Flüchtlingsunterkünfte im Jahr 2015 zum Ziel rassistscher Straftaten geworden. Damit hat sich die Zahl dieser Übergriffe im Vergleich zum Jahr 2014 verfünffacht.

• Flüchtlinge werden mit inhumanen (rassistischen) Regulierungen von staatlicher Seite belegt, wie z.B. der Unterbringung in Sammelunterkünften oder durch Arbeitsverbote.

• Flüchtlinge verlieren an den Außengrenzen Europas ihr Leben, weil Europa auf eine Abschottungspolitik setzt, der es an jeglicher Menschlichkeit und Solidarität mangelt.

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Was tut Amnesty?
Amnesty International hat sich in den vergangenen Jahren mit einzelnen Maßnahmen dafür eingesetzt, dass Schutzsuchenden sichere Zugangswege und faire Asylverfahren gewährt werden. Das Resettlement-Programm der Vereinten Nationen muss ausgeweitet werden. Außerdem ist es dringend notwendig, andere legale Zugangswege, wie Familiennachzug und humanitäre Visa, wieder zu erleichtern und zu stärken.
Das Konzept der ``sicheren`` Herkunftsstaaten lehnt Amnesty International ebenso grundlegend ab wie eine Festlegung auf Asylobergrenzen, da sie gegen das individuelle Menschenrecht, Asyl zu suchen, verstoßen. Ebenso muss das völkerrechtliche Gebot eingehalten werden, dass man eine Person nicht in ein Land abschieben darf, in dem ihr schwere Menschenrechtsverletzungen drohen.
Forderungen von Amnesty International
Amnesty International lehnt zum aktuellen Zeitpunkt Abschiebungen von abgelehnten afghanischen Asylsuchenden nach Afghanistan ab. Amnesty International ist angesichts der schlechten und sehr instabilen Sicherheitslage in ganz Afghanistan der Ansicht, dass es unmöglich ist, die Sicherheit von zurückgeführten Afghanen zu gewährleisten. (Zum Positionspapier vom 22.02.2017)
Zum Positionspapier vom 22.02.2017