Antimuslimischer Rassismus – Was ist das?
Antimuslimischer Rassismus richtet sich gegen Menschen, denen eine muslimische Religionszugehörigkeit und/oder denen aufgrund ihrer Herkunft, Sprache oder äußerer Merkmale ein islamischer Glaube zugeschrieben wird. Dabei werden Menschen mit bestimmten Eigenschaften versehen, die angeblich untrennbar mit dem Islam verbunden sind. Es wird angenommen, der Islam sei nicht vereinbar mit den sogenannten westlichen Werten. Eine Differenzierung mit den unterschiedlichen Strömungen des Islams findet nicht statt.
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Das sagt Amnesty International dazu
Amnesty International ist äußerst besorgt darüber, dass das Verbot der Diskriminierung nicht effizient umgesetzt wird. Muslime und Musliminnen werden in der Arbeitswelt diskriminiert, und das auch in Ländern, in denen religiöse Diskriminierung explizit verboten ist. Muslimische Frauen werden bloß deshalb nicht eingestellt, weil ihr religiöser oder vermeintlich traditioneller Hintergrund durch ihre Kleidung sichtbar wird. An Schulen führen Einschränkungen beim Tragen von religiösen Symbolen und Kleidungsstücken dazu, dass muslimische Schülerinnen vom Unterricht ausgeschlossen werden. Mancherorts begegnet man Muslim_innen kritisch und verwehrt ihnen die Eröffnung eines Gebetsraumes nur deshalb, weil es Ortsansässigen missfällt.
Das fordert Amnesty International
Amnesty International ruft europäische Institutionen und Regierungen dazu auf, effiziente Gesetze, Strategien und andere Maßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen und so möglichst rasch gegen die Diskriminierung von Muslim_innen vorzugehen.

Weiter Empfehlungen lassen sich im Reader der Schweizer Sektion von Amnesty International „Selbstbestimmung statt Vorurteile – Diskriminierung von Musliminnen und Muslimen in Europa“ nachlesen.