Was ist Hate Crime?
Als Hate Crimes werden vorurteilsmotivierte Straftaten bezeichnet. Sie richten sich gegen Personen, Institutionen oder Gegenstände, weil sie zu einer Gruppe gehören oder mit einer Gruppe in Verbindung gebraucht werden, die über bestimmte geschützte Merkmale definiert wird. Zu diesem Merkmalen gehören zum Beispiel die ``Hautfarbe``, die ethnische oder kulturelle Herkunft, die sexuelle Orientierung, die Geschlechtsidentität oder Aufenthaltsstatus.
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Deutschlandbericht
Am 09. Juni 2016 hat Amnesty International den Bericht „Leben in Unsicherheit – Wie Deutschland die Opfer rassistischer Gewalt im Stich lässt“ (Original: „Living in Insecurity – How Germany is failing Victims of Racist Violence“) der Öffentlcihkeit vorgestellt. Dieser Bericht konzentriert sich auf rassistische Hate Crimes, also auf Straftaten gemäß deutschen Gesetz, die aus rassistischen Gründen, aufgrund der Hautfarbe und der (angenommenen) ethnischen oder kulturellen Herkunft, der Religion, der Nationalität oder des Aufenthaltsstatus begangen werden. Diese werden im Bericht als rassistische Straftaten bezeichnet.
Empfehlungen
Auf den Seiten 12 und 78 bis 80 des Berichtes „Leben in Unsicherheit“ empfiehlt Amnesty International die Ergreifung von unterschiedlichen Maßnahmen, um Rassismus in Deutschland entschieden entgegen zu treten. Amnesty International benennt hierbei Empfehlungen

- zur Notwendigkeit einer umfassenden Überprüfung der Praktiken der Polizeibehörden im Zusammenhang mit vorurteils- bzw. rassistisch motivierter Straftaten

- zur Untersuchung, Strafverfolgung und Erhebung von Daten vorurteils- und rassistisch motivierter Straftaten

- zum Schutz von Flüchtlingsunterkünften, Asylsuchenden und Flüchtlingen

- zu diskriminierenden Polizeipraktiken

- zur Verhinderung von vorurteils- bzw. rassistisch motivierter Diskriminierung