Amnesty International begrüßt den neuen Nationalen Aktionsplan als richtigen Schritt im Einsatz gegen Rassismus, kritisiert jedoch den Mangel an konkreten Verbesserungsvorschlägen. De Plan ist um einige wichtige Punkte wie den Kampf gegen Homo- und Transphobie erweitert worden, sagt Maria Scharlau, Antirassismus-Expertin bei Amnesty International in Deutschland. “Trotzdem bleibt er bei den konkreten Maßnahmen weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Einrichtung unabhängiger Beschwerdestellen zur Unterstützung von polizeilichem Fehlverhalten fehlt ebenso wie eine Empfehlung für eine unabhängige Untersuchung zu institutionellem Rassismus. Diese wäre die logische Konsequenz aus der Aufdeckung der NSU-Skandals und den Empfehlungen der Untersuchungsausschüsse.”