Aktuelle Kampagne in arabischer Sprache

Informationen zur aktuellen Amnesty-Kampagne gegen Rassismus und rassistische Gewalt nun auch auf Arabisch!

Bundesweiter Flüchtlingstag: Amnesty International und PRO ASYl kritisieren verantwortungslose EU-Flüchtlingspolitik

Amnesty International und PRO ASYL kritisieren die Europäische Union für geplante Projekte mit Staaten wie Ägypten oder dem Sudan in der Flüchtlingspolitik sowie die beabsichtigte Verschärfung des Dublin-Systems. Anlässlich des bundesweiten Flüchtlingstages am 30. September sagt Wiebke Judith, Expertin für Asylpolitik bei Amnesty International in Deutschland: “Die EU-Kommission versucht, ihre Verantwortung für Flüchtlinge immer weiter vor die Grenzen Europas auszulagern. Dabei schreckt sie auch nicht davor zurück, mit Regierungen zu kooperieren, die selbst massive Menschenrechtsverletzungen begehen und damit Menschen zur Flucht zwingen.” PRO ASYL-Geschäftsführer Burkhardt kritisiert: “Es ist scheinheilig, wenn EU-Politker Menschenrechte in Europ beschwören und gleichzeitig den Ausverkauf der Menschenrechte in Europa vorantreiben.” Vereinbarungen mit Staaten wie Ägypten oder dem Sudan sind menschenrechtlich nicht haltbar, durch sie soll z.B. die Flucht aus Eritrea über den Sudan verhindert werden.

UN – In Sorge über Rassismus in Deutschland

Die Vorsitzende des Ausschusses für die Beseitigung der Rassendiskriminierung der Vereinten Nationen (CERD), Anastasia Crickley, beobachtet einen zunehmenden Rassismus gegenüber Flüchtlingen und Migranten in Deutschland. “Diese Entwicklung ist alarmierend” sagte sie am Mittwochnachmittag in der Sitzung des Menschenrechtsausschusses mit Blick auf die Zahl der Anschläge auf Asylbewerberheime sowie Hassparolen und -reden von politischen Parteien und Bewegungen.

Zur vollständigen Mitteilung des Deutschen Bundestags. 

Start der Kampagne zur rassistischer Gewalt in Deutschland

Brandanschläge, Angriffe, Einschüchterungen: Deutschland erlebt aktuell eine drastische Zunahme rassistischer Gewalt. Das muss ein Ende haben! Denn jede rassistische Tat ist ein Angriff auf den Kern der Menschenrechte: die Gleichheit aller Menschen. Alle Menschen müssen sich in Deutschland sicher fühlen können – egal woher sie kommen, welcher Religion sie angehören oder wie sie aussehen. Informieren Sie sich über die Kampagne unter der Rubrik “Hate Crime”.

Engagiert gegen Diskriminierung

Amnesty International erhielt für den langjährigen Einsatz gegen die Massive Stigmatisierung, Diskriminierung und Ausgrenzung von Roma den Europäischen Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird vom Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, dem Zentralrat der Sinti und Roma und der Manfred-Lautenschläger-Stiftung vergeben.

Grundsatzerklärung des Forums gegen Rassismus

Im Oktober 2015 haben sich die Mitglieder des Forums Rassismus (FgR), in dem auch Amnesty International vertreten ist, in einer Grundsatzerklärung auf allgemeine Prinzipien zur Überwindung von Rassismus verständigt. Die Erklärung beschreibt Rassismus als eine Bedrohung für die freie Entfaltung der Persönlichkeit und das selbstbestimmte Leben von Minderheiten sowie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Rassistische Diskriminierung in Deutschland

Der Parallelbericht an den UN-Antirassismusausschuss zum 19. – 22. Bericht der Bundesrepublik Deutschland zeigt eine Bandbreite von Menschenrechtsverletzungen auf, die sich aus rassistischer Diskriminierung in Deutschland ergeben und wie sich diese auf rassismuserfahrene Gruppen, im Bildungs- und Gesundheitswesen, auf dem Arbeits- und dem Wohnungsmarkt sowie bei der Polizei und Justiz auswirken.